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Tin Woodmen bei den Popbüro Sessions
 
 

Tin Woodmen bei den Popbüro Sessions

Mit Herz und Seele – so oder auch nicht lässt sich die Musik von Tin Woodmen bezeichnen. Sie wissen, wie das mit der Idealform des Indierocks funktioniert und scheuen keinen Perfektionismus. Wir haben aber noch eine Handvoll mehr Fragen für Euch vorbereitet.

KULTURPEGEL (KP): Tin Woodmen – da hüpft einem sofort die Kindheitserinnerung an den Zauberer von Oz vor Augen. Was verbindet Eure Band mit dieser Kindergeschichte?
TIN WOODMEN (TW): Tin Woodman hat zwar sein Herz verloren, handelt aber sehr emotional und sensibel. Da geht es um Gegensätze, die in uns allen stecken. Eine verletzliche Seele, die in einer harten Schale gefangen ist. Das trifft sowohl auf unseren Sound als auch auf die Texte zu. Du kannst als nicht perfekter und fehlbarer Mensch trotzdem gut sein. Das ist uns wichtig.

KP: In drei Worten – wie würdet Ihr Euch beschreiben?
TW: Vier gutaussehende Männer.
KP: Trifft das auch auf Eure bereits erschienene EP zu?
TW: Nicht ganz, da waren es noch fünf.

KP: Wart Ihr bei den Aufnahmen von „Industrial Forest“ genau so perfektionistisch wie bei den Aufnahmen Eurer Popbüro Session?
TW: Noch viel mehr. Wenn wir Zeit haben, tüfteln wir unsere Songs und Sounds gerne bis zum Umfallen aus. Da bleibt ein alter Song oft auch vor mehrfacher Komplettumschreibung nicht verschont.

KP: In Eurer Bandbeschreibung liest man, dass Ihr wisst, wie Indierock tatsächlich geht. Wollt Ihr das auch unseren Lesern verraten?
TW: Das hört man doch ganz gut. Es ist diese Mischung aus der Harmonie eins guten Popsongs und dem Sound einer Rockband mit ihren Ecken und Kanten. Hin und wieder darf sich da auch mal ein Fehler einschleichen, aber auch der muss passen und Charme haben.

KP: Was dürfen wir mit diesem Know-how in nächster Zeit von Euch erwarten?
TW: Ein weiteres Video und eine kleine EP mit ein Paar rotzigen Garagensongs, denen es aber nicht an Seele fehlt.
KP: Das wollen wir hoffen, eine Seele zu haben schadet in der Musik selten. Vielen Dank!

Mehr Infos zu den Jungs findet ihr übrigens auf Facebook oder auf ihrer hübschen Homepage.

Text:
Amelie Köppl
Geschrieben am
19. Januar 2016