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The Tremolettes im Interview
 
 

The Tremolettes im Interview

The Tremolettes, das sind die vier Stuttgarter Elvis, Magnus, Felix und Robin, die mit Hammond-Orgel, Tremologitarren und einer kompakten Rhytmussektion die Sechziger neu aufleben und ihre Art von Rock'n'Roll daraus entspringen lassen. Die Jungs waren zu Besuch im Popbüro Region Stuttgart und wir haben sie ein wenig gelöchert.

Kulturpegel: Optisch und musikalisch fahrt Ihr eine eindeutige Schiene. Worin begründet sich diese Liebe zum Rock’n’Roll?

The Tremolettes: Geprägt sind wir natürlich durch die Musik, mit der wir aufgewachsen sind – da war viel Rock'n'Roll dabei. Generell ist aber zu beobachten, dass wir uns musikalisch immer weiter von klassischem R'n'R wegbewegen. Natürlich innerhalb eines Rahmens, der die meisten Leute trotzdem an Musik von früher erinnern wird.

Kulturpegel: Gesanglich wechselt Ihr öfters mal durch. Hat das neben Abwechslung auch noch andere Gründe?

The Tremolettes: Uns war von Anfang an wichtig weniger eine Band mit einem Frontmann, sondern eher ein Ensemble zu sein – ähnlich wie bei The Band, von denen wir große Fans sind. Und klar, mehr Abwechlung bringt es auch.

Kulturpegel: Welchen aktuellen Musikern fühlt Ihr Euch am meisten verbunden? Wie beschreibt Ihr Euren Stil für die, die Euch noch nicht kennen?

The Tremolettes: Wir mögen Bands wie QOTSA, die eindeutig viel von alten Platten gelernt haben und trotzdem ihren eigenen Stil entwickelt haben. Der Einfachheit halber bezeichnen wir unsere Musik gerne als „Sixties-inspirierte Rockmusik“.

Kulturpegel: Euer neues Video zu „Black Heart“, das Ihr auch in der Session zum Besten gegeben habt, wirkt auf den ersten Blick sehr psychedelisch. Welche Aussage wollt Ihr damit den
Zuschauern übermitteln?

The Tremolettes: Das Video unterstützt die Stimmung des Songs – sogar sehr gut, wie wir finden. Um eine konkrete Aussage geht es da eher nicht. Vielleicht sollte man da aber Carola Wille und Jonas Zieher fragen, die dieses Hammerding gemacht haben!

Kulturpegel: „Black Heart“ erinnert von Stil und Aufbau her sehr an Pink Floyds „Shine On Your Crazy Diamond“. Welche Verbindung habt Ihr zu Pink Floyds Musik?

The Tremolettes: Das hören wir öfter. Eine große Verbindung gibt es eigentlich keine, außer dass wir nicht unter einem Stein gwohnt haben und deswegen alle schon mal Pink Floyd gehört haben.

Kulturpegel: Wie lange hat es gedauert, bis der Song gesessen hat?

The Tremolettes: Der entstand sehr spontan im Proberaum. Die Grundstruktur stand nach 15 Minuten. So schnell geht es bei uns sonst leider eher selten.

Kulturpegel: In Eurem Aufruf zu „The Tremolettes Play The Hip Hits“ habt Ihr nach abgefahrenen Songvorschlägen gesucht, die Ihr neu vertonen könnt. Was war der absurdeste Vorschlag?

The Tremolettes: Definitiv „I'm Looking For Freedom“ von David Hasselhoff. Wir sind dann auch an dem Song gescheitert.

Kulturpegel: Welche Frage hasst Ihr am meisten?

The Tremolettes: Wir freuen uns immer, wenn wir interviewt werden.

Kulturpegel: Gibt es ein Konzerterlebnis, das Ihr uns nicht vorenthalten wollt?

The Tremolettes: Da sind schon viele lustige Sachen passiert. Zum Beispiel zu bemerken, dass niemand in der Bar in Leipzig davon weiß, dass wir dort in zwei Stunden ein Konzert spielen. Oder vom Schlagzeuger einer anderen Band mit einer Bierflasche beworfen zu werden.

Text:
Isabel Thalhaeuser
Geschrieben am
09. November 2014