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Aikula: "Mongrel Rock" aus Slowenien

Das Aikula Konzert überzeugte nicht nur Freunde härterer Klänge: Die vier Slowenen brachten in dem eher gemütlichen Konzertraum (Secret Location) am Samstag die meisten Zuhörer zum Tanzen.

Vor allem durch die Bühnenpräsenz von Frontmann und Sänger Zoran Zelenović, die oft eingängigen und sehr tanzbaren Melodieelemente und die treibenden Drums (Pegam Podobnik) gab es während des eineinhalb stündigen Konzerts keine Längen. Aikula spielen eine Mischung aus Stoner Rock und härteren Metal-Passagen. Zelenovićs hoher Gesang, der an Andrew Stockdale von Wolfmother erinnert, wechselt zwischen eingängigen Gesangspassagen und an Robert Plant erinnernde abgehackte Schreie. Charakteristisch sind die immer wieder einfließenden Balkanmelodien, die Gitarrist Jan Pivk, der schon im zweiten Song Ubava sein Können in einem ausufernden Solo unter Beweis stellt, oft ausbaut und weiter moduliert. Ein Großteil des Konzerts bestand aus Songs von ihrem zweiten Album Mongrel Rock, ein Albumtitel, der die Soundelemente und Tempowechsel von Aikula recht passend beschreibt.

Der Opener Love Kills Men und Titel wie Ubava oder Oro of No Tomorrow wurden treffend für die erste Hälfte des Konzerts gewählt, sodass die mit der Band nicht bekannten Zuhörer auch beispielsweise mit dem zunächst etwas gewöhnungsbedürftig aufgedreht-heiter klingenden An Artist mitgehen konnten. Aus diesem Bild fiel nur das etwa nach der Hälfte gespielte zweistimmige Gitarren-Instrumental Elena, für das auch Bassist Zan Gantar zur Akustikgitarre wechselte und das deutlich die Balkanelemente in den Vordergrund stellt. Am Ende forderte das Publikum trotz der späten Stunde (immerhin wurde der Konzertbeginn recht lange verzögert) zwei Zugaben.

Fazit: Aikula spielen einen zugleich treibenden und verspielten Rock, der gerade Live begeistert und man kann nur auf weitere Konzerttermine in Süddeutschland hoffen!

Mehr Infos zur Band findet ihr unter: https://www.aikula.me/

Gastbeitrag von Melina Munz

Text:
Geschrieben am
20. März 2017
Aikula
stoner rock, balkan, rock