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Daughter in Huxleys neuer Welt
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Daughter in Huxleys neuer Welt

Neue Herzschmerzwelle von der britischen Insel.

Trauerzug der Herzen.
Spätestens seit dem Ohrwurm Youth ist das Londoner Trio rund um Elena Tonra nicht mehr aus unseren Köpfen zu bekommen. Zusammen mit Gitarrist Igor Haefeli und Schlagzeuger Remi Aguilella schleicht sie sich auch mit dem zweiten, vor wenigen Wochen erschienen, Album Not To Disappear in unsere Trübsal-Herzen.
Ihren melancholischen, manchmal gar düsteren und intimen Tönen bleiben Daughter treu. Jedoch erscheint der zweite Longplayer erwachsener, größer. Dabei jedoch kein bisschen überzogen, sondern stets ehrlich und sehr persönlich. In puncto Herzschmerz und Trauerarbeit liegt das Trio immer noch ganz weit vorn; die elektronischen Klänge nehmen allerdings zu und machen das Ganze unbeschwerter – und vor allem tanzbarer.

Musikalisch pendelt sich Daughter somit irgendwo zwischen The XX, Joy Division und Nick Drake ein. Stimmlich erinnert Elena Tonra ein wenig an Feist. Ob die Songs im Live-Korsett tatsächlich tanzbar sind, wird unser Feldstudien-Team emsig überprüfen. Denn eines ihrer vier Deutschlandkonzerte spielen Daughter zu unserem Glück im Huxleys in Berlin.
Dabei freuen wir uns auf einen gefühlvollen und berührenden Abend, an dem jeder noch ein bisschen was über sich und das Leben lernen kann. Und vor allem schweren Herzens den Heimweg antreten wird.

Text: Pegelkorrespondentin Lisa Pfarr (Berlin)

Text:
Geschrieben am
28. Januar 2016
Daughter
Indie, acoustic, indie folk, female vocalists, british