Kulturpegel

 
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Ephemerals im Zwölfzehn

Join the Soul-Train!

Es muss ja nicht immer dreckig und laut sein und Soul muss nicht immer aus der Büchse kommen, auch wenn die Soul-Explosion wirklich immer eine tolle Sache war. Live muss man dafür aber eben entsprechend auffahren und das tun die Jungs von Ephemerals auch. Nicht weniger als sieben Mann bringen sie auf die Bühne und machen damit klar, dass es ihnen ernst ist: Doppel-Trompete, Saxophon, Piano, Schlagzeug, Bass und natürlich die bei diesem Genre so wichtige Stimme, serviert von Wolfgang Valbrun.

Retro ist immer noch schwer angesagt, aber die Londoner Musiker rein auf diesen einen Aspekt zu reduzieren wäre, wie man immer so schön sagt, deutlich zu kurz gegriffen. Alle sind gestandene Musiker, was sie mit ihrem Wir-nehmen-ein-Album-in-drei-Tagen-auf-Debüt Nothin‘ Is Easy 2014 bereits bewiesen haben.

Die Qualität hat darunter nicht gelitten und trotz der kurzen Zeit, in der sie bis dato zusammen gespielt haben, groovt die Platte extremst. Wie lange die Entstehung der neuen Platte Chaisin' Ghosts wohl gedauert hat, ist uns nicht bekannt. Was wir aber wissen: Auf ihrem aktuellen Album fügen sie ihrem Sound die allseits beliebten und absolut bestens damit vereinbaren Komponenten Rock, Jazz und Hip Hop hinzu.

Es wird eng im Zwölfzehn, soviel ist schon mal sicher. Bereits ihr Konzert im Februar war ausverkauft und enttäuschte Gesichter haben sie sicherlich nicht zurückgelassen, außer bei denen, die nicht reingekommen sind.

Text:
Julian Fischer
Geschrieben am
21. September 2016
Ephemerals Ephemerals
soul, blues, pop, piano, groove