Kulturpegel

 
Konzertberichte in Wort und Bild
 
 

Ian Stahl & The Imaginary Prairie im BIX

Imaginäre Landschaften, weiträumig und verträumt, wo fragmentierte Film-Noir-Szenen aus der nebligen Ferne erscheinen und wieder abebben.

Diese Bilder wollen das Quartett Ian Stahl & The Imaginary Prairie in den Köpfen der Zuhörer erscheinen lassen. Ob es ihnen gelingen wird uns bei ihrem Debüt-Konzert mit auf ihre Reise zu nehmen, wird es zu beurteilen geben. Doch neben der Spannung eines ersten gemeinsamen Auftritts des Quartetts darf auch hochwertige Musik zu erwarten sein, wie sich aus den Biografien der Künstler erlesen lässt. Es wird somit in vielerlei Hinsicht ein spannender Abend, der sich lohnt. Spannend sind auch die Einflüsse, die den kalifornischen Gitarristen Ian Stahl zu seinen Eigenkompositionen inspiriert haben. Neben den modernen Gitarristen Jim Campilongo und Bill Frisell haben ihn auch Italo-Western-Filmmusik und 70er Prog-Rock beeinflusst. Daraus entstanden ist eine vielseitige Kombination aus kühlem Jazz, dreckigem Rock, sphärischen Flächen und kantigen Rhythmen.

Dargeboten wird der interessante Genremix von genauso vielseitigen Musikern. Das Quartett, bestehend neben Ian Stahl aus seinen Kollegen Janis Lugerth am Saxophon, Brian Thiel am Bass und Klemens Fregin am Schlagzeug, realisiert die instrumentale Musik durch antreibende Improvisation und dynamisches Zusammenspiel. Schön, dass uns das Quartett an ihrem Debüt Teil haben lässt und uns dort mit hin nimmt, wo „the Mahavishnu Orchestra“ auf „Twin Peaks" treffen. Das verheißungsvolle Spektrum von interessanten Klängen und vielversprechenden Musikern könnt ihr am kommenden Dienstag im BIX erleben. Ian Stahl & The Imaginary Prairie scheinen auf jeden Fall eine Reise dort hin wert zu sein...

Text: Christin Erdmann

Text:
Gast
Geschrieben am
08. Februar 2018