Kulturpegel

 
Konzertberichte in Wort und Bild
 
 

Two Door Cinema Club im LKA Longhorn

Two Door Cinema Club lädt ein zum Feiern.

Wisst ihr noch, welche Musik euch durch den Sommer im Jahr 2010 begleitet hat? Zu welchen Klängen ihr damals gelacht, getanzt oder gefeiert habt? Es war der Sommer, in dem ein paar aufstrebende Indie-Bands wie Phoenix aus Paris und die White Stripes aus Akron, Ohio endgültig den Sprung auf die Weltbühne schafften. Quasi im Windschatten mit dabei: drei fesche Jungs aus Nordirland und ihre Band namens Two Door Cinema Club. Ihre Songs liefen gefühlt non-stop im Radio und durften auch auf keiner Roadtrip- oder Vorglüh-Playlist fehlen. (Für die jüngeren Leser unter uns: Damals hat man noch sorgfältig Playlists für diverse Zwecke auf seinem iPod kuratiert!)

Das Debütalbum der Nordiren, „Tourist History“, war das, was man sich unter einem erfolgreichen Debütalbum vorstellt: proppenvoll mit Feel Good Hits à la "What You Know", mit schnellen, melodischen Gitarrenriffs, Upbeat-Drums und einer gehörigen Prise Energie. Es war offensichtlich, dass die drei nordirischen Jungs ein Händchen für spaßige und moderne Rockmusik besitzen.

Ihrem Debütalbum sind zwei weitere Alben gefolgt: "Beacon", lanciert im Jahr 2012, brachte uns weitere ansteckende Elektro-Pop Hymnen à la The Killers, die bestätigten, dass TDCC keine Eintagsfliege sind, sondern es verstehen, unterhaltsame und eigenständige Musik zu komponieren. Ihr neuestes Album "Gameshow" ist vielleicht das abwechslungsreichste bisher, experimentieren Two Door Cinema Club doch vermehrt mit verschiedenen Stilrichtungen (House, Funk und ein Schuss Daft Punk), während die Texte insgesamt nachdenklicher wirken und von dem Ende der Auszeit zeugen, aus der die Band nun zurückgekehrt ist. Trotzdem bleibt es eine sehr poppige Platte, die den Besuchern des Konzerts am 18.02.2017 eine schönen Abend bescheren wird.

Text: Reiner Vincent

Text:
Geschrieben am
02. Februar 2017
Two Door Cinema Club Two Door Cinema Club
Indie, electronic, british, alternative, synth indie rock