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Wir präsentieren: Erika Stucky im franz.K
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Wir präsentieren: Erika Stucky im franz.K

Das Leben spielt manchmal Ping Pong. Auch mit Erika Stucky.

Im Grund ihres Herzens ist Erika Stucky kein Kind von Traurigkeit, sondern des Kulturschocks. Irgendwo zwischen dem kleinen Dorf im Oberwallis und superhappy Hippies in San Franscisco hat sie nicht nur ihr Leben, sondern auch ihren musikalischen Platz gefunden. Mit von der Partie: Alpenklänge, Pop und Avantgarde-Jazz, neue aufregende Versionen bekannter Songs und last, but ot least live-vertonte und überaus verrückte Trash-Super8-Filme.

Erika Stucky betritt die Bühne meist in Personalunion von Laurie Anderson, Tom Waits, Frank Zappa und Pipi Langstrumpf. Meistens alle gemeinsam, manchmal auch nur zwei oder drei davon. Dazu zischt sie "mit unbändiger komödiantischer Lust und List durch ein virtuoses Wechselstaccato zwischen Amerikanisch und Schwyzerdütsch, durch Gesang und szenische Rezitation, durch Hohn und Spott, Parabel-Wust und irrlaufende Bedeutungen." So weit, so Pressetext. Doch bei einem so großen Aufgebot sind möglichst viele Wörter und Sichtweisen gewünscht.

Doch die Schweizerin macht sich auch gern klein, reduziert, schrumpft und komprimiert. Wie zum Beispiel nach ihrem über den Haufen geworfenen „Raindogs“-Album des Großmeisters Tom Waits. Da übt sie sich kurz darauf in überbordendem Minimalismus. Crazy, crazy. Da wird es doch höchste Zeit für eine kleine Hörprobe für all die verwirrten Gemüter, die die umtriebige US-Schweizerin bisher zurückgelassen hat:

Text:
Amelie Köppl
Geschrieben am
11. März 2017
Erika Stucky Erika Stucky
jazz, swiss, seen live, folk, singer-songwriter