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Wir präsentieren: Indi(e)stinction im franz. K mit Klez.e
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Wir präsentieren: Indi(e)stinction im franz. K mit Klez.e

"Schicksalsmelodien für den kommenden Aufstand“

... schrieb Andreas Borcholte auf SPIEGEL ONLINE über das Album "Desintegration", das ganz im Zeichen der musikalischen Helden von Klez.e steht. Es sei "eine Erinnerung daran, wie Popmusik Emotionen, poetische Botschaften und Ästhetik zu Relevanz verdichten kann.“

Diesen November veröffentlichten die Berliner das dazugehörige Livealbum "November", benannt nicht nach dem Erscheinungsdatum, sondern nach dem gleichnamigen Albumstück - in alter Manier und Ode an sich selbst, an die Musik und ihre Freunde, als MultiboxCD und Doppel-Vinyl in politischem Magenta. Die Konzerte sind in Klangästhetik und Haltung hervorragend abgebildet. Fast könnte man meinen, das Livealbum wäre das bessere "Desintegration", so wachsen die Lieder aus sich heraus, dehnen sich, mäandern über zehn Minuten, ohne das es aufhält.

Doch wer sind diese Klez.e eigentlich, die man auf den ersten Blick direkt ins Regal zu The Cure packen kann? Gegründet wurde die Band 2002 von Tobias Siebert (Gesang, Gitarre, Bass), Filip Pampuch (Schlagzeug), Daniel Moheit (Bass, Keyboard), Christian Schöfer (Gitarre, Elektronik) und Patrick Vollperg (Gitarre, Keyboard). Nach 3 veröffentlichten Alben zog sich die Band 2009 für einige Zeit zurück.

Ende 2012 gaben sie ein einziges Konzert auf dem "All Good Things Festival" im Lido Berlin und kündigte mit einigen bis dahin unbekannten Liedern und nur noch zu dritt eine Wende im Sound und Text sowie ein neues Album an. "Desintegration" ist ihr viertes Studioalbum nach inzwischen acht Jahren Pause und fischt tief in Dark und New Wave.

Text:
Geschrieben am
04. Dezember 2017
Klez.E Klez.E
seen live, german, Indie, indie pop, berlin