Neurosis

Künstlerprofil:
Neurosis Genre: sludge, doom metal, post-metal, experimental, progressive metal

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Neurosis ist eine Doom-Metal-/Alternative-/Progressive-Band aus Oakland, California, USA. Sie sind als Begründer des sog. Post-Metal-Genres bekannt. Neurosis begannen 1985 mit einer Mischung aus Thrash und Punk und haben viele verschiedene Stile durchgemacht, bis sie ihren eigenen einzigartigen Sound erschaffen haben, der heute grob in die Bereiche Heavy Metal, Doom Metal und Ambient eingeordnet werden kann. Sie gelten heute als wichtiger Einfluss für viele Bands im Underground und in der Metal-Szene, darunter u.a. Isis, Disbelief und Mastodon. Zusätzlich hat die Band ihr eigenes Label gegründet: Neurot Recordings. Die Metal-Szene war dabei jedoch nicht die ursprüngliche Zielgruppe von Neurosis; die Band hegte z.B. in Interviews in der Regel eine Abneigung gegen die oberflächliche Ästhetik und die Selbstdarstellung, die für dieses Genre typisch ist. Die Grundhaltung des ursprünglichen Umfelds von Neurosis ist eher im Punk bzw. Hardcore zu finden. In diesem Zusammenhang ist folgendes Zitat von Sänger Scott Kelly überliefert: „Die Hippies sind und bleiben unsere Erzfeinde, weil sie vorgaben, Kinder der Natur zu sein, aber in Wirklichkeit ihre Natur geleugnet haben. Sie glaubten ihre 'happy family', dieses dumpfe Leben in Liebe, Drogen, und Tanz, wäre ein Ausdruck von Freiheit, habe etwas mit Natur zu tun. Blindheit war es! Mir wird schlecht , wenn ich all diese Gestalten vor mir sehe, wie sie damals auf einem Grateful-Dead-Konzert mit Grinsen im Gesicht abhingen und nur noch ein verzücktes 'La la la' wimmern konnten. Das ist die Vision der Hölle: eine unzählbare, gezähmte Masse von grinsenden Gesichtern.“ – aus: Büsser, Martin: If the Kids are united: von Punk zu Hardcore und zurück Bandgeschichte Ihre ersten musikalischen Gehversuche unternahm Neurosis 1985 in einer Gegend, die für ihre erstklassigen Thrash-Bands bekannt ist. Doch Oakland, Kalifornien ist nicht nur Heimat von Machine Head und Co., sondern auch von Scott Kelly (Gitarre/Vocals/Perc), Dave Edwardson (Bass/Vocals) und Jason Roeder (Drums/Perc), die mit ihrer Band ebenfalls Extreme ausloten wollten. Anstatt sich wie die andern bekannteren Bands aus der Gegend auf fette Riffs und pfeilschnelle Soli zu konzentrieren, machten sich Neurosis daran, die Grenzen des Noisecores zu erweitern, und produzierten jede Menge Lärm. Doch neben den Geräuschwänden, die sie auch auf ihre ersten beiden Scheiben Pain Of Mind und The Word As Law bildeten, sind ihre sehr spirituell angehauchten Texte von Beginn an ein Markenzeichen der Band, auf das die Fans meist viel Wert legen. Gehört seit "The Word As Law" Steve Von Till (Gitarr/Vocals/Perc) fest zum Line-Up, so griff das Quartett für ihr '92er Debüt auf Jello Biafras Alternative Records Label neben der Hilfe von Keyboarder Simon McIllroy auch auf einige klassische Instrumente zurück, um die Trommelfelle ihrer Fans zu strapazieren. Auch das ein Jahr später veröffentlichte Album Enemy Of The Sun erschien noch über das Label des ehemaligen Dead-Kennedys-Fronters, mit quasi der selben Besetzung. Jedoch konzentrierten sie sich hier auf ein Wechselspiel zwischen lärmenden Parts und zurückhaltenden Akustikpassagen, die dem Hörer fast noch mehr abverlangen, als die reinen Geräuschkaskaden. Im Song Cleanse spielten nicht weniger als neun (!) Trommler, die dem Track einen mehr als nur hypnotischen Touch verliehen. Mit Through Silver In Blood hatten sie drei Jahre darauf dann nicht nur einen neuen Keyboarder in Person von Noah Landis, sondern sind auch bei Relapse Records gelandet. Mit dem Album gingen sie wieder etwas mehr zum Stile von Souls At Zero zurück und blieben dem Muster, langsam Soundwälle zu errichten, um sie dann effektiv einstürzen zu lassen, konsequent treu. An der Verwendung von Instrumenten wie Cello, Violine und Sackpfeifen hielten sie fest und bauten diese auf dem folgenden Album sogar noch aus. Times Of Grace erschien '99 und ließ mancherorts schon Stimmen aufkommen, die von Stagnation im Neurosis-Lager sprachen. Fans, die sich in den nihilistischen Soundeskapaden der Kalifornier wiederfinden, stört das natürlich wenig. Da es recht wenige Nachahmer in dem Genre gibt, besteht auch keine Gefahr der Übersättigung. Mit der EP Sovereign gab es zum 15-jährigen Bandbestehen dann ein richtiges Kleinod. Neben vier neuen Stücken befinden sich auf der CD noch diverse animierte Grafiken, die sich teils selbstständig verändern, teils vom User beeinflusst werden müssen, und einige andere Gimmicks. Mit A Sun That Never Sets schlugen die Weltuntergangspropheten dann gelegentlich wieder etwas ruhigere Töne an, ohne dabei aber den beklemmenden Effekt ihrer Musik in irgendeiner Art und Weise zu schmälern. Doch anstatt sich weiterhin nur auf die musikalischen Komponente zu verlassen, drehten sie mit insgesamt 40 Kameraleuten, Filmemachern und Animations-Künstlern Clips zu jedem Track der CD, die vom Grundton her natürlich ebenso düster und neurotisch sind, wie die Musik von Neurosis. Mit The Eye Of Every Storm überraschten sie 2004 Fans und Presse, denn der Titel war Programm. Das Auge eines Tornados zeichnet sich durch absolute Ruhe aus, und genauso verhält es sich mit dem Album. Wer denkt, dass die Musik dadurch nicht gleichzeitig bedrohlich und fragil klingen kann, sieht sich eines Besseren belehrt. In der Folge waren die Jungs bis in den Herbst 2006 hinein mit Touren beschäftigt, ehe sie auf der bandeigenen Homepage im Dezember ankündigten, dass sie sich wieder ins Studio verkrümeln. Bald fummelten sie - wieder im Electrical Audio-Studio und mit Steve Albini - fleißig an neuen Tracks. Die beklemmenden Nummern erschienen unter dem Titel Given To The Rising im Mai 2007 beim hauseigenen Label. Im Juni ließen sie neben zwei skandinavischen Gigs auch das französische Hellfest nicht aus. Mitglieder Gesang/Gitarre: Scott Kelly Gitarre/Gesang: Steve Von Till Schlagzeug: Jason Roeder Bass: Dave Edwardson Keyboard: Noah Landis Visuals: Josh Graham Ehemalige Mitglieder Keyboard: Simon McIlroy (1990-1993) Gitarre: Chad Salter (1985-1989) Diskografie Alben * Pain of Mind - (1987) * The Word as Law - (1990) * Souls at Zero - (1992) * Enemy of the Sun - (1993) * Pain of Mind (Alternative Tentacles Reissue) - (1994) * Through Silver In Blood - (1996) * Souls at Zero (Neurot Recordings Reissue) - (1999) * Enemy of the Sun (Neurot Recordings Reissue) - (1999) * Times of Grace - (1999) * Pain of Mind (Neurot Recordings Reissue)]] - (2000) * A Sun That Never Sets - (2001) * Neurosis And Jarboe - (2003) * The Eye of Every Storm - (2004) * Given To The Rising - (2007) Singles/EPs * Aberration - (1989) * Empty - (1990) * Locust Star - (1996) * Sovereign - (2000) Offizielle Bootlegs * Live In Lyon - (2002) * Live in Stockholm - (2003) Video/DVD * A Sun That Never Sets - (2002) Read more on Last.fm. 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