Into The Deep
 

Into The Deep von Joco

Genre: Indie, pop, folk, indie pop, female vocalists

 
  1. No Turning Back
  2. City Shore
  3. Racquet
  4. Loneliness
  5. You Make My Heart Explode
  6. Whale Song
  7. Pandora Drive
  8. Kopfkarussell
  9. Rooftop
  10. Full Moon
  11. Thinking Of You
  12. Bavaria
  13. Lost Keys
 
 

Traute Perfektion in Popform.

Mit wenigen Mitteln und dem richtigen Gespür für schwerelose Melodien kredenzen uns die wunderbaren JOCO aus Hamburg ihr zweites Album "Into The Deep".

Die beiden Schwestern Josepha und Cosima (daher der Bandname) machen noch immer perfekt arrangierte Popmusik mit zarter Seele und viel Poesie: "No Turning Back" klimpert leicht anheizend, "City Shore" klingt etwas nach großen Einflüssen von Air ("Moon Safari"), "Racquet" hingegen tänzelt mutig in Richtung Indie-Pop. "Full Moon" dürfte dem ein oder anderen ESC-Begeisterten auch eine schöne Erinnerung sein.

Immer stehen Piano und Percussion in Harmonie mit ihrem streichelnden Zwiegesang, der wie aus einer Kehle zu erklingen scheint. Die Themen hinter den Songs auf "Into The Deep" drehen sich um Selbstverwirklichung, Heimat und gerne auch mal schlichtweg um Liebe. Ganz leicht geschieht das im einzigen deutschsprachigen Track namens "Kopfkarussell". Auch die kantigere Facette ihrer Muttersprache steht ihnen gut, nicht einmal hier wirken die Reime aufgesetzt: **"Knochen schwer, Augen leer, Zweifel machen sich, Lustig über mich." **

Am Ende vertiefen sich JOCO - vielleicht auch ganz nach dem Albumtitel als Motto - an jeder Ecke in kompositorische Einzelheiten, die beim Hören wie ein sich entwickelndes Ganzes klingt, das in dieser Form vielleicht nur eng vertraute Schwestern zustande bringen. Sehr hörenswert.

Text:
Amelie Köppl
Geschrieben am
26. August 2017