Dream Wife
 

Dream Wife von Dream Wife

Genre: dream pop, Indie, female, lo-fi, london

 
  1. Let's Make Out
  2. Somebody
  3. Fire
  4. Hey, Heartbreaker
  5. Love Without Reason
  6. Kids
  7. Taste
  8. Act My Age
  9. Right Now
  10. Spend The Night
  11. F.U.U.
 
 

Let's make music, let's call it a statement.

Licht aus, Spots an: "Let's Make Out" legt schon zu Beginn die Karten auf den Tisch. Die aus Island und England stammende Band holt kräftig aus und zerschmettert die Optik der weichgezeichneten Portraits, die die Hülle ihres Debutalbums zieren. Bella Podpadec, Alice Go und Rakel Mjöll haben sich an einer Kunsthochschule gegründet und leiten ihren Bandnamen aus einem Kommentar zur Objektivierung der Frau in der Gesellschaft ab, die die drei Frauen selbst für Quatsch halten. Niemand braucht (geschlechtertypische) Vorbilder und Klischees, jeder sollte sich ohne Erwartungen entfalten können - genau darum geht es auch in "Somebody".

Von taktgebende Handclaps, schwungvoller Backgroundgesang, klirrenden Delays und zackigen Hooks bis hin zum Hochgefühl des Sich-singend-in-den-Armen-liegens und den Moment-vergolden-wollens. Auf "Dream Wife" packt die Band Liebeshymnen über einzigartige Begegnungen, Jugenderinnerungen, Songs darüber, wie niemand jemandem etwas vorzuschreiben hat, gesellschaftlichen Druck und auch Ideale, die niemand braucht, der einfach so sein möchte, wie er oder sie ist. Zusammengefasst: Die Platte ist voll von selbstbewussten Messages, die man sich spielend leicht tanzend zu Herzen nehmen kann.

Was man über das erste Album dieser Pop-Überraschung abschließend sagen kann? Dream Wife machen Musik wo sie hingehört. Ihre unerhörte Anziehungskraft, die uns auch mal frech ins Gesicht schreit, ist dabei Teil ihrer Idee. Ihre Musik ist ein Statement, ein Manifest, changiert dabei aber rein oberflächlich betrachtet zwischen Songs über Liebe und Selbstwert und kommt knackig eng verpackt in elf wilden Songs auf ein herrlich erfrischendes Debütalbum.

Text:
Amelie Köppl
Geschrieben am
11. Februar 2018