Jen Cloher
 

Jen Cloher von Jen Cloher

Genre: australian, Indie, singer-songwriter, seen live, acoustic

 
  1. Forgot Myself
  2. Analysis Paralysis
  3. Regional Echo
  4. Sensory Memory
  5. Shoegazers
  6. Strong Woman
  7. Kinda Biblical
  8. Great Australian Bite
  9. Loose Magic
  10. Waiting in the Wings
  11. Dark Art
 
 

Mit "Jen Cloher" bringt die gleichnamige Australierin ihr viertes Album auf den Musikmarkt. And it's awesome!

Herausgegeben wird es vom Label Milk!, das sie gemeinsam mit ihrer Ehefrau Courtney Barnett betreibt. Abgesehen vom Gitarrenspiel, welches Courtney Barnett übernimmt, spielt die Beziehung zu ihr auch thematisch eine große Rolle. Vor allem die große Entfernung zwischen den zwei Musikerinnen, wenn sie mit ihren jeweiligen Alben auf Tour gehen verarbeitet Cloher in mehreren ihrer Lieder. Dass ihr eigenes Album ihren Namen trägt, hat nichts mit Narzissmus zu tun; vielmehr ist es der sinnvollste Name, den sie hätte wählen können.

In 11 Songs beschäftigt sie sich mit ganz privaten und in ihrem Leben aktuellen Gefühlen– daher ihr Name. Mit Themen wie Beziehungen, die durch große Entfernungen erschwert werden, Sehnsucht nach der Partnerin/dem Partner ("Sensor Memory"), der Angst sich selbst zu vernachlässigen ("Forget Myself") oder gespaltenen Gefühlen zur eigenen Heimat ("Regional Echo"), können sich aber sicher auch viele andere identifizieren.

Somit ist Jen Cloher viel mehr, als nur ein Album für Fans oder Leute die daran interessiert sind, was im Leben der Künstlerin passiert. In den 11 Titeln des Albums findet sich alles von rockigen und tanzbaren Liedern für lange Sommerabende mit Freunden im Freien, bis zu atmosphärischen, ruhigen und ein bisschen melancholischen Liedern für kalte Wintertage, an denen man das Bett am besten nur verlässt, um auf Play zu drücken. Wenn du dich also mit den Gefühlen identifizieren kannst, die Jen Cloher umtreiben oder du deine Sommernächte lang und laut und deine Wintertage gemütlich und kuschelig magst, machst du mit diesem Album alles richtig.

(Autor: Leon Groß)

Text:
Geschrieben am
22. August 2017