Just Give In / Never Going Home
 

Just Give In / Never Going Home von Hazel English

Genre: Indie, female vocalists, pop, alternative, indie pop

 
  1. Other Lives
  2. Fix
  3. Birthday
  4. Love Is Dead
  5. More Like You
  6. Never Going Home
  7. Make It Better
  8. Control
  9. It's Not Real
  10. I'm Fine
  11. That Thing
 
 

Mit den Füßen im Sand und dem Kopf in den Wolken.

Jeder Frühling braucht einen Soundtrack, auch ein wettertechnisch gescheiterter. Hazel English landet - vielleicht auch gerade deswegen - einen Volltreffer für sehnsüchtige Seelen. Die Musik der junge Frau aus Oakland bietet alles, was man bei schlechter Laune, verursacht durch stetem Vitamin-D-Mangel zu dieser Jahreszeit, braucht: klanglich endlose Weiten, wohlig warme Riffs und sanft tröpfelnde Effekte. Dabei setzt sie mit abwechselnd schnellerer und langsamerer Gangart angenehm kurzweilige Akzente.

"Other Lives" zum Beispiel nimmt uns mit sanften Vocals auf einen kleinen Spaziergang, "Love Is Dead" klingt trotz düsterer Zeilen nach einem Tanz im Regen, der sich von der Schwere des New Wave lossagt und mit 80er-Synthies Hand in Hand in Richtung Horizont zieht. Der Titeltrack "Never Going Home" besticht allein durch das dazugehörige Video mit verträumtem, sehr ästhetischem Indie-Pop:

Im Grunde haben Menschen wie Hazel aus Australien gut reden, wenn sie vom nie wieder Zurückkehren singen und dabei wahrscheinlich gerade ihr Füße im warmen Sand vergraben:

Never going home again
Turn the lights out when you're leaving
Never going home again
Don't wait up for me
I'm not leaving

Alles in Allem versüßt uns Hazel English mit ihrer Doppel-EP "Just Give In / Never Going Home" mit großem Ideenreichtum und einem guten Händchen für berührende Melodien jeden noch so sinisteren Moment, bevor dann auch für uns endlich der Sommer kommt.

Text:
Amelie Köppl
Geschrieben am
12. Mai 2017