Pegelblog - kein Fashion, kein Food

Hop oder Top: Die Pegeljahrescharts von Robert Böing

Hop oder Top: Die Pegeljahrescharts von Robert Böing

Das Jahr neigt sich ja langsam dem Ende zu, Grund genug ein kleines Resümee zu ziehen und unsere Freuden des Jahres zu teilen, weil teilen ja auch hip ist. Shared Economy, ihr wisst schon. Ist ja viel los gewesen, der Festivalsommer hat abermals nicht enttäuscht und sowieso und überhaupt, der Pegel begleitete, zumindest mich, durch die Konzert- und Kulturlandschaft 2016. Also Vorweg, falls noch ein paar gute Vorsätze fehlen sollten, Partizipation an Kunst und Kultur sollte unbedingt auf deiner Liste stehen, weil nur so kommt man zu Konzerten wie den Floating Points an den Strand in Barcelona, um sich mit Freunden zu den mitunter afrikanischen Klängen im Arm zu liegen und ständig fragend, ob Ort und Zeit überhaupt noch anerkannte Maßstäbe sind.

Es ist doch so, Musik ist subjektiv, wer will schon urteilen. Aber wenn man zum Beispiel schreiben würde, dass Jennifer Rostock mit Hengstin vom Prinzip die feministische und politisch korrekte Version von jedem beliebigen Track von Maeckes, den Orsons oder ähnlichen Kalibern ist, dann darf das doch kein Hype sein, dann sollte das schon längst aufgehört haben. Hört auf damit. Aber wer weiß dann noch was gut ist?

Was mir gefällt, ist dagegen recht schnell gesagt, Brandt Brauer Frick, Chilly Gonzales, Johannes Brecht, Grandbrothers und all die Druckkapellen, die mit analogen Sounds elektronische Klangmuster erzeugen. Und wenn die Freunde der rhythmischen Tanzmusik dann auch noch Videos wie dieses

produzieren, na dann fällt es leicht, die ganzen Cros und Prinz Pis der Nation zu vergessen.
Und dann ist ja auch bald 2017 und mit etwas Glück sehe ich mich in Reykjavík, wie ich mir von sanftem Bass begleitet an den Geysiren vorbei, meinen Weg zum Iceland Airwaves bahne.

Text:
Robert Böing
Geschrieben am
27. Dezember 2016