Kulturpegel

 
Konzertberichte in Wort und Bild
 
 

Wir präsentieren: Maifeld Derby 2018

Das achte Maifeld Derby in Mannheim steht im Juni 2018 ins Haus. Und wir? Präsentieren das ganze natürlich voller Stolz und erzählen euch schon vorab so manche heiße Info von den bestätigten Acts.

Fangen wir doch einfach mal mit den Headlinern an, die in diesem Jahr besonders, ja doch, hochkarätig sind. Klar, viele gehen auf das Maifeld Derby Festival, um neue Perlen zu entdecken und ganz nebenbei eine neue Lieblingsband mit nach Hause zu nehmen. Aber bei folgenden Namen bekommen wir dann doch ganz weiche Knie:

Eels
Mark Oliver Everett, der amerikanische Singer-Songwriter, der sich mit einigen anderen Mitmusikern hinter Eels verbirgt, kann seine Finger aus keinem Projekt lassen - sei es noch so absurd. Deswegen hat er seine große uns vor allem treue Fanschaft verdient, die ihm sogar schon ein Tribute-Album gewidmet haben. Mit der neuen Platte "The Deconstruction" kommen die Kalifornier nun für vier Konzerte nach Deutschland: Berlin, München, Hamburg und - richtig, Maifeld Derby. Und zwar als finaler Act am Sonntag im Palastzelt.

Editors
Verliebt haben sich viele bei "Papillon" - der Mix aus New Wave, Post und brachialem Synthie-Pop, angeführt vom eindringlichen Bariton Tom Smith's werden beim Maifeld dem Samstagabend im Palast zu voller Pracht verhelfen. Und wer weiß, vielleicht bringen die Briten ja schon ihr neues Album mit.

Nils Frahm
Dieser Mann aus Berlin spielt nicht Musik, die Musik spielt ihn, dringt ihm durch jede Pore. Denn genauso wirkt es ihm dabei zuzusehen, wie er live zeitgenössische Klassik mit minimalistischen Elektro-Klängen auf seine eigene, manchmal etwas verschrobene Art und Weise verknüpft. Anne Müller, Ólafur Arnalds, F.S. Blumm und Woodkid sind nur Auszüge seiner erfolgreichen Kooperationen. Am besten, ihr schließt jetzt die Augen und hört einfach nur zu: am Freitag, im Palastzelt, um 23 Uhr.

The Wombats
"Dieses Mal ging es darum, gegen dieses [Partyleben] zu kämpfen und mich wie ein Erwachsener zu benehmen. Und dabei zu scheitern," sagt Frontmann Matthew Murphy über das neue Album "Beautiful People Will Ruin Your Life" und beweist mal wieder den Hang der Band zur Tragikomik. Wie wunderbar erfrischend der Samstagabend Open-Air mit den Wombats sein wird, können wir uns denken. Hier der Soundtack dazu:

The Kills
Reduziert, minimal und pulsierend, mitunter auch ungewohnt melodisch - so klingt die Musik den britisch-amerikanischen Duos, bestehend aus Alison Mosshardt und Jamie Hince. 2018 kommen sie auf ihrer Tour auch mal wieder nach Deutschland. Mit im Gepäck haben sie Songs wie "List of Demands". Wir freuen uns auf eine sonntägliche Show im Palastzelt!

Black Rebel Motorcyle Club
Wild und laut wird das letzte Fackelbühnenkonzert am Sonntag von Black Rebel Motorcycle Club. Die Aufnahmen für das achte Studioalbum "Wrong Creatures" haben ganze drei Jahre angedauert. Und es ist eine wundervolle Symbiose aus Chaos und Krach geworden. Kein Wunder, schließlich hat Band erst kürzlich ihre härtesten Krisen überwunden und ist nun wie der buchstäbliche Phönix aus der Asche gestiegen. Großartig!

John Hopkins (live)
Jon Hopkins ist ein gefragter Mann. In den Jahren 2008 und 2009 präsentiert sich der Insulaner im Vorprogramm von Coldplay. Nach kurzer Schaffensphase und einem steilen Karriereaufwärts, steht er plötzlich in regelmäßigen Abständen vor mehr als 20.000 Menschen auf der Bühne. Mit seiner Musik will der Brite elektronische Beats eine organische Stimmung transportieren. "Elektronische Musik kann sehr emotional und lebendig klingen," sagt er und wir sind sehr gespannt auf sein Live-Set in der Nacht zu Samstag.

Rhye
Das dänisch-kanadische Duo Rhye serviert entspannten, mit elektronischen Ornamenten aufgehübschten Pop aus der The-XX-Ecke. Über allem schwebend: der irgendwie androgyne Gesang Mike Milosh. Diverse Musikmagazine feiern und im Moment vor allem ihr neuestes Album "Blood", viele Kritiker sind gar fasziniert. Was wir sagen? Das wird ein wunderbarer Einstieg in die Freitagnacht!

Deerhunter
Karen O. herself berichtet von einem Deerhunter-Konzert als religiöse Erfahrung. In der Tat webt sich ein Hauch von Magie und Mysterie um die Band aus Georgia, die ihre Seelen ganz und gar dem Slow-Core verschrieben haben. Aber fühlt selbst mal:

George Fitzgerald
Nach clubbigen Veröffentlichungen auf House- und Technolabels wagt der Produzent den Sprung in den populären Elektronicabereich. Dabei setzt der Engländer auf vornehmlich analoge, unperfekte Klänge. Wie das klingt? So:

Wolves in the Throne Room
Nach einem Ausflug mit "Celestite" in Ambient-Gefilde hat sich die Band dieses Jahr mit ihrem neuen Album "Thrice Woven“ zurückgemeldet. Ein Platte, welche durch eine unheimlich dichte Atmosphäre und Dynamik besticht, oft mit dem Hang zum Blackgaze, trotzdem ungemein druckvoll. In anderen Worten: Wir sehen uns am Samstag um 23 Uhr im Brückenaward-Zelt!

Stay tuned. An dieser Stelle findet ihr bald noch mehr zum Line-Up des diesjährigen Maifeld Derby. Und schaut unbedingt mal in unserem Blog vorbei, hier erzählen wir euch von unseren persönlichen Highlights.

Text:
Amelie Köppl
Geschrieben am
10. April 2018
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