Kulturpegel

 
Konzertberichte in Wort und Bild
 
 

Balthazar Im Wizemann

Musik aus Belgien, die nachhallt.

Im Februar 2014 besuchten wir spontan das Konzert des Quintetts aus Gent im Club Schocken und es wurde zu einem Konzertabend, der noch Tage nachklang. Um Haaresbreite hätten wir auf ihren nächsten Auftritt auf dem in der sehr durchzogenen Windschneise gelegenem Stuttgart Festival verzichten müssen, aber wir schrien „Fick dich, Wind!“ und starteten mit Balthazar in den neuen Festival-Samstag.

Die letzten drei Platten bieten Indie-Pop-Rock vom Feinsten mit der passenden Schippe Melancholie und einer Portion Verruchtheit, der noch genügend Tanzbarkeit lässt. Bass und Schlagzeug legen den Grundstein, der mehrstimmige Gesang sorgt für die Harmonie und die Violine für die besondere Raffinesse.
Bei so vielen Ausnahmemusikern auf einem Haufen und zwei Sängern, die beide Frontmann-Qualitäten haben, ist es fast erstaunlich, dass sie nebeneinander so gut bestehen. Das Gesamtbild passt einfach.

Dass sich das Im Wizemann gerade zu der Konzert-Location in Stuttgart hochrappelt, zeigt unser Besuchsprotokoll der letzten Monate.
Überzeugen wir uns also am 4. Dezember davon, dass Balthazar mehr sind als die Nachmittagsband auf dem Festival und der Gig im kleinen Club. Und mit ein bisschen Glück hallt das Konzert vielleicht bis Weihnachten nach.

Text:
Jelka Ottens
Geschrieben am
11. November 2015
Balthazar
belgian, Indie, rock, alternative, indie rock