Kulturpegel

 
Konzertberichte in Wort und Bild
 
 

Jimmy Eat World im Wizemann Stuttgart

Jimmy Eat World sind in hiesigen Gefilden so weit vorne, das schaffen nicht mal Hipster.

Bei Jimmy Eat World mögen die wilden Tage alla Clarity vorbei sein, doch auch die aktuellen Alben wissen zu verzücken. Das Neue, mit dem Namen "Integrity Blues", ist eines davon. Die Basis bilden von elektrischen Akustikgitarren getragene Lieder, die so schwermütig wie fröhlich klingen - da könnte man fast von Melancholie sprechen. Auf der anderen Seite will man meinen, dass Jimmy Eat World ihre Teenagerzeit nicht missen möchten und wunderschöne Melodien ohne jeglichen Kitsch spielen wollen.

Nach 23 Jahren Bandgeschichte freut man sich am Ende aber doch über die auf Album gebrachte Energie, die sich im Wizemann entfalten darf. Und wie es momentan gerade chic ist, haben die vier Homies aus Arizona auch ein Jubiläum zu verzeichnen: 15 Jahre Bleed American. Auch wenn es nachträglich in Jimmy Eat World umgetauft wurde, bleibt der ursprüngliche Titel der wahre in meinem Herzen. Leider hat sich an der politischen Thematik in dem Zeitraum der Veröffentlichung bis dato nicht viel geändert, denn die Brisanz ist aktueller denn je.

Egal, lassen wir die Musik sprechen, zu The Middle sämtliche Hemmungen fallen und famose Lieder aus all den Jahren hören und uns danach trotz all dieser Fakten fragen: Warum spielte diese Band nicht vor größerem Publikum?

Text:
Rene König
Geschrieben am
02. November 2016
Jimmy Eat World Jimmy Eat World
rock, alternative, emo, alternative rock, seen live