Unser Wohnzimmer strotzt nur so vor Gemütlichkeit. Einmal im Sessel Platz genommen, lässt es sich wunderbar in Plattenkisten und Bücherregalen stöbern. Sogar Interviews und unser heiß geliebtes Donnerstag um 3 haben ihren Weg an den qualmenden Kamin gefunden.

Interview mit Tamino auf dem Maifeld Derby 2018

Interview mit Tamino auf dem Maifeld Derby 2018

Nach dem beindruckenden Konzert im Parcours D’Amour auf dem diesjährigen Maifeld Derby hatte unser Autor Mike Rilling noch Gelegenheit, dem belesenen Songwriter aus Belgien ein paar Fragen zu stellen:

zum Interview
 

DONNERSTAGS UM DREI | von Mike Rilling

  • Echo Home von The Kills

    Bereits seit dem Jahr 2000 aktiv und noch immer schwer unberechenbar - das sind Alison Mosshart und Jamie Hince, besser bekannt als The Kills. Blues, Punk und Independent sind die Farben aus denen die beiden ihre reduzierten und dennoch eindringlichen Klangbilder malen. Eine Gitarre mit viel Nonchalance und Punk Attitüde gespielt, dazu der Gesang von Alison Mosshart, den manch einer vielleicht noch von Dead weather kennt. Alles geschmackvoll arrangiert und minimalistisch produziert. Fertig. Großartig!

    Sonntag, 17.06.18, Palastzelt, 18:10 - 19:20

  • Carried From the Start von Black Rebel Motorcycle Club

    Das Trio aus San Francisco hat auch schon einiges hinter sich. Hype und Majordeal um die Jahrtausendwende, acht Studioalben, Live Album, die schwere Hirnerkrankung von Drummerin Leah Shapiro und unzählige Touren. Alles im Leben hinterlässt Spuren, wie man am inzwischen vollständig ergrauten Gitarristen Peter Hayes besichtigen kann. Und alles lebt in der Musik dieser Ausnahmeband fort. Ihr analoger, übersteuerter Sound ist hinreissend und bricht mit den Konventionen aktueller Alternative Bands. Gerne werden live auch mal die Instrumente zwischen Robert Been (Bass) und Peter Hayes (Gitarre) getauscht. Meist, wenn es Kettenraucher Hayes nach einer Kippe verlangt und er es am Bass dann etwas gemächlicher angehen lassen kann.Ihr Sound ist näher am Blues, als an den Charts. Zum Glück, möchte man hinzufügen. Live eine Offenbarung, wie auf dem Album „Live in Paris“ nachzuhören ist. Wer diese energetische Band, noch nie live gesehen hat, darf den Sonntag nicht verpassen. Wer sie schon gesehen hat, kommt sowieso.

    Sonntag, 17.06.18, Fackelbühne, 19:20 - 20:30

  • Lockdown Hurricane von Eels

    Diese Band als Kult zu bezeichnen ist vermutlich nicht sonderlich originell, aber zutreffend.
    Leider geil, könnte man auch sagen. Das trifft auch auf das aktuelle „The deconstruction“ Album (April 2018) zu, dem zwölften seit „Beautiful Freaks“ aus dem Jahr 1996. Irgendwo zwischen Post-Hippie-Folk und experimenteller Alternative-Rock Musik angesiedelt, hat sich Mark Oliver Everett alias „E“ mit stetig wechselnden Mitstreitern eine riesige, globale Fangemeinde erspielt. Für überraschende Arrangements und Aktionen bei ihren Liveauftritten sind Eels bekannt, aber auch E’s lakonische, oft nachdenkliche und ironische Ansagen sind absolutes Gold.

    Sonntag, 17.06.18, Palastzelt, 20:30 - 22:00

 

DONNERSTAGS UM DREI | von Jelka Ottens

  • Last Day Of Magic von The Kills

    Die Top 3 des Maifelds 2018 wählen? Unter Eels, The Kills, Nils Frahm, Deerhunter, Kid Simius, Rhye, The Wombats und nicht zu vergessen all die Neuentdeckungen, die ich erst noch kennenlernen werde, scheint das unmöglich.
    Wen ich sicher nicht verpassen werde, sind The Kills – das musikalische bad-ass Traumpaar. Ich vermute es wird laut, rau, dreckig, wütend und leidenschaftlich.
    Was gibt es besseres für einen besinnlichen Sonntagabend?
    (18.10 - 19.20 Uhr Palastzelt)

  • Mr. E's Beautiful Blues von Eels

    Vielleicht kurz danach dann auch noch Eels ebenfalls im Palastzelt zu sehen. Nach einem Dutzend Alben wird es auch langsam Zeit. Ihre Live-Shows sollen überraschend sein, weil viele Songs neuinterpretiert werden. Umso besser. Hier ein Oldie, but Goldie.
    (20.30 - 22.00 Uhr Palastzelt, Goddamn' Right, It's A Beautiful Day.)

  • Count To Five von Rhye

    Rhye ist Soulpop mit der zartesten Männerstimme, die wir je gehört haben und ganz viel Gefühl vor der Grenze zum Schnulzigen (zumindest meiner Meinung nach).
    Mit Erscheinen des zweiten Albums "Blood" Anfang des Jahres lief Rhye bei mir rauf und runter. Ob der intime Zauber wohl auch im Festivalzelt rüberkommt, werden wir auf dem Maifeld herausfinden, scheint es doch eigentlich perfekt für den Parcours D'Amours. Sollte es wie erhofft unter die Haut gehen, gibt es dort zumindest den nötigen Platz um seinen Gefühlen Ausdruck zu verleihen, ganz wie es die Frauen im Video zu "Count To Five" so schön machen.
    (Freitag, 21-22 Uhr, Palastzelt)

 

DONNERSTAGS UM DREI | von Tobias Leicher

  • Gayby von Sam Vance-Law

    Schon heute wohl ein Favorit für mein Lied des Jahres. Die Leichtigkeit des Titels beeindruckt mich immer wieder und ich freue mich schon sehr, zu sehen ob diese auch auf der Bühne widergespiegelt wird. Auch wenn der gute Sam oft einen sehr leichtgewichtigen Sound hat, verbindet er es oft mit einer nicht immer offensichtlichen Tiefe.

  • Tokyo (Vampires & Wolves) von The Wombats

    Endlich! Nach unendlich vielen durchtanzten Nächten zu "This is no Bridget Jones" oder "I found a cure for a broken heart" werde ich live das Tanzbein zu meinem Liebling dieser Band schwingen: Tokyo. Gerade dieses Lied bringt mich immer wieder zurück in meine Studienzeit in Mannheim (genau gesagt im Zimmer und im Soho), in der ich erst nach über einem Jahr lautem singen bemerkt habe, dass es NICHT heisst "If you love me let me go, back to my boring Tokyo", worüber ich mich wohl auch immer gewundert hatte...

  • Says von Nils Frahm

    Mit einem etwas anderen Titel, als den gewohnten Hymnen an dieser Stelle, will ich dieses DU3 schließen. Nils Frahm hat in seiner Musik große Spannungsbögen und vereint klassische Elemente mit modernen elektronischen Komponenten zu einem spannenden Klangteppich. Die Musik kann sowohl sitzend als auch tanzend genossen werden, also freut euch auf Nils Frahm im großen Zelt!

 

DONNERSTAGS UM DREI | von Bettina Marquardt

  • Come Meh Way von Sudan Archives

    Schon die ersten Claps gehen unter die Haut und lassen gut und gänzlich Tanzbares antizipieren. Mit der catchy Hook kleidet sich Sudan Archives in Sonorität und gestaltet das Konstrukt zu einem erschütternden Etwas mit Bass und Bridge. R'n'B, Folk und experimentelle Elektronik kredenzt mit Violine und starkem Gesang. Reinhören und Feiern! (Samstag auf dem Parcours d'Amour)

  • Breaker von Deerhunter

    Wie das heutzutage so ist wurde mir Deerhunter vom Musikanbieter meines Vertrauens bereits mehrere Male vorgeschlagen und meinerseits herzlich angenommen. Mal Dreampop, mal Shoegaze, Post-Punk oder einfach Indie-Rock - die vierköpfige Band aus Übersee hat einiges Entdeckenswertes. Next stop: Fackelbühne am Freitag.

  • Moonshine Freeze von This Is The Kit

    Kate Stables aka. This is the Kit formierte sich 2003 und zog mich kaum 10 Jahre später auf dem Burning Eagle Festival in Reutlingen mit Rozi Plain als regelmäßiges Bandmitglied in ihren Bann. Wie nicht anders zu erwarten wird This is the Kit auf dem Parcours d'Amour Herzen in Einklang mit ihrer Musik schlagen lassen. #bethereorbesquare

 

DONNERSTAGS UM DREI | von Amelie Köppl

  • New For You von Hinds

    Für diese sonnigen Gemüter habe ich jede Menge Liebe übrig. Böse Zungen mögen behaupten, dass sie erst mit dem zweiten Album gelernt haben, ihre Instrumente zu bedienen. Ich bin aber der Überzeugung, Musik sollte man machen, weil man es vor allem will. Diese und viele weitere Messages stimmen bei Hinds aus Madrid und deswegen freue ich mich umso mehr, dass sie dieses Jahr beim Maifeld zu Gast sind!

  • List Of Demands von The Kills

    Diese zwei Menschen sind füreinander geboren: Jamie Hince aus UK und Alison Mosshart aus den USA machen als The Kills noch lange nach dem The-Hype der Nullerjahre gemeinsam Musik. Punk, Garagen-Attitüde, Rock'n'Roll - bei den beiden ist alles möglichst roh, direkt und richtig nice. Ob das tanzbar ist, hab ich gefragt!

  • Jalapenos Horror von Kid Simius

    Wie er einfach ausrastet! Kid Simius, so manchem bekannt als der Mann an den Tasten und Turntables hinter Marteria, ist ein Soundfreak erster Güte. Egal ob gesampelte Vocals, organische Klänge, technische Spielereien oder wilde Freestyle-Moves, dieser junge Wahlberliner aus dem spanischen Granada ist für mich auf jeden Fall ein Highlight beim Derby. Das hat er übrigens schon zwei Mal bewiesen. Pull up!

 

DONNERSTAGS UM DREI | von Alexander Willrich

  • Frisch von Tristan Brusch

    Das Debüt von Tristan Brusch erscheint erst noch, aber der Lockenkopf ist ein besonderer Charakter. Seine Gastauftritte bei Die Orsons und sein Song "Fisch" generierten aber einige Vorschusslorbeeren für ihn, sodass ich sehr gespannt bin, ob er auch live überzeugen kann. Freak genug sollte er dazu aber sein.

  • Bad Behaviour von Kat Frankie

    Mit "Bad Behavior" hat Kat Frankie einen meiner Ohrwürmer 2018 geschaffen. Ihr aktuelles Album mit dem gleichen Titel ist eine Pop-Platte. Und was für eine wunderbare! Kat Frankie wird in Berlin sehr verehrt und ich vermute nicht ohne Grund. Das darf sie in Mannheim gerne noch einmal unter Beweis stellen, denn sie ist noch nicht so bekannt wie sie es verdient hätte.

  • Magazine von Editors

    Der neue Longplayer "Violence" der Editors ist ein großartiges Synth-Pop-Album geworden, in das man sich samtig weich fallen lassen kann. 2008 habe ich die Band schon einmal bei "Motor im Grünen" gesehen und konnte damals noch gar nichts mit ihrer Musik anfangen. Nach diesem Konzert dachte ich anders über die Editors. Jetzt, zehn Jahre später gehört die Band zum meinen Highlights des Maifelds und ich freue mich wie Bolle auf sie.

 

DONNERSTAGS UM DREI | von Amelie Köppl

  • F.U.U. von Dream Wife

    Valentinstag, Muttertag, Weltfrauentag - ein Gutes haben diese drei "Feiertage". Frauen werden für ihre Hingabe und ihre Leistungen geehrt. Aber was ist eigentlich mit den restlichen 362 Tagen? Bis Frauen genau das Gleiche an jedem Tag bekommen, was Männer schon längst haben, können uns diese Random-Blumen-Verschenk-Tage mal. Bester Slogan dazu: "Fuck you up!" von Dream Wife und Fever Dream.

  • Forever Alone von Kakkmaddafakka

    Forever Alone? Egal! Mehr vom Kuchen, mehr vom Bier, mehr man selbst. Oder, wie es die Norweger so wunderbar ausdrücken: "Feels like my love for you is stopping you from being you. You shine best without me, like all the ones I had before. I am forever alone!"

  • Isn't It Great von Little Hurricane

    Last but not least: der Muttertag. Was uns Mütter geben? Genau, das Leben. Was sie dafür verdienen? Tägliche und endlose Liebe und dass wir das Beste draus machen. In diesem Sinne - ihr findet uns auf dem Dancefloor!

Seiten