Unser Wohnzimmer strotzt nur so vor Gemütlichkeit. Einmal im Sessel Platz genommen, lässt es sich wunderbar in Plattenkisten und Bücherregalen stöbern. Sogar Interviews und unser heiß geliebtes Donnerstag um 3 haben ihren Weg an den qualmenden Kamin gefunden.

 

DONNERSTAGS UM DREI | von Alexander Willrich

  • Kebab Spider von Sleaford Mods

    Die Sleaford Mods sind Nord-England at it’s best. Diese Musik ist die Wut der Working Class, Spoken Word und Post-Punk in einem. Verpackt wird das ganze live in einer unspektakulären Show. Zwei Typen, ein Mikrofon und ein Notebook. Viel mehr passiert da nicht. Dieser Minimalismus bringt aber den Hass von Jason Williamson in den Vocals zur Geltung. Und Andrew Fearn als Produzent hat den besten Job: Den Play-Button für die Instrumentals drücken und Bier trinken.

  • Abendland von Yassin

    Yassin die eine Hälfte von „Audio88 & Yassin“ sind im deutschen HipHop ebenfalls bekannt für Wut, Hass und Zynismus. Mit seinem Solo-Debüt verwandelt sich der wütende Rap aber in Autotune-Pop: der von der guten Sorte. Yassin sprengt Genre-Grenzen und lieferte mit seinem Debüt im Januar ein mutiges und persönliches Album ab. Druckvolle, trappige Songs treffen auf Oldschool-Boom-Bap-Beats und auf poppige Balladen. Klingt cheesy? Ist es keineswegs.

  • Night & Day von Hot Chip

    Man konnte dem Maifeld Derby in der Vergangenheit ja schon ein Mangel an tanzbaren Bands auf dem Festival vorwerfen. Hot Chip werden diesen Mangel im Alleingang beseitigen. Euch erwartet eingängiger Elektro-Pop mit einer butterweichen Gesangstimme von Alexis Taylor. Shut up and dance!

 

DONNERSTAGS UM DREI | von Redaktion

  • Black Heart von Felin

    Retro-Vibe trifft auf Indie-Rock-Attitüde, gepaart mit einer energetischen Stimme lassen „Black Heart“ von Felin zum Indie-Sommer-Hit 2019 Anwärter gedeihen.

  • Moonshine von Lamb

    Das britische Duo Lamb zeigen mit ihrer neuen Single „Moonshine“, dass sie immer noch zu den Größen des Trip-Hops zählen.

  • Half Pure von The Ninth Wave

    Eine blutige Modenschau gegen Pelz und 80er Jahre New-Wave Ästhetik in Bild und Ton. Freunde von Drangsal und den White Lies dürfen hier zugreifen.

 

DONNERSTAGS UM DREI | von Redaktion

  • I Wouldn’t Mind von Seed To Tree

    Leichtfüßig pirschen sich Seed To Tree mit „I Wouldn’t Mind“ in die Gehörgänge. Lockerluftiger Indie-Pop aus Luxemburg.

  • Dressed In Wool von Coppersky

    Schnörkellos. Damit lässt sich der Sound, angesiedelt irgendwo zwischen Grunge, Classic Rock und Punk der Niederländer Coppersky treffend beschreiben.

  • Adopted Hometown von Foreign Diplomats

    Die Kanadier um Foreign Diplomats begeistern mit einer Indie-Rock-Hymne aus ihrem kommenden Album. Fans von The Shins und The Weakerthans hergehört!

"Ungewissheit ist ein wichtiger Bestandteil unserer Freiheit."

Ein Konzert besuchen, von dem man gar nicht weiß, welche Künstler spielt? Warum nicht, bei der Sneak Preview funktioniert genau das schon seit Jahren in den Kinos. Wir haben Stefan Karl von der Ottencrew, dem Macher hinter art.5, ein bisschen auf den Zahn gefühlt.

zum Interview
 

DONNERSTAGS UM DREI | von Redaktion

  • It's A Sin von Ouzo Bazooka

    Schelmisch mischen Ouzo Bazooka ihre israelische Wurzeln mit Surf-Gitarren zu einem Psych-Rock-Wüstenabenteuer. Wir sind gespannt, welch musikalischen Basar das kommende Album bieten wird.

  • Push von Boundaries

    Weiter, weiter, immer weiter. Boundaries aus Kopenhagen treiben den Hörer mit einem eindringlichen Basslauf vor sich her. Das Quintett zelebriert dabei eine Shoegaze-Post-Punk-Melange sondersgleichen.

  • Ordinary Girl von Anteros

    Hymnischer Indie-Pop zum Schwelgen und Träumen. Im Vereinigten Königreich werfen sie schonmal die Hype-Maschine an

 

DONNERSTAGS UM DREI | von Redaktion

  • Still Remember von Alcabean

    Als Twenty-Something mit dem Skaten anfangen? Warum nicht. Lass daraus direkt ein Video machen, dachten sich die jungen Dänen von Alcabean und feiern mit ihrer Single "Still Remember" den Alternative-Rock der 90er und verpassen ihm eine zeitgemäße Ohrwurmgarantie. Und das Beste: Sie schauen am 01.12. im Keller Klub als Support von den Alvarez Kings vorbei.

  • If I von Mozes and the Firstborn

    Mozes And The Firstborn ist eine der Bands, die stets präsent sind, aber dann doch immer unter dem Radar schwimmen. Mit "If I" veröffentlichen die rumpeligen Niederländer einen weiteren Song, der die Vorfreude auf das kommende Album wachsen lässt.

  • Wave Goodbye to the People Who Said I'd Win von The Ninth Wave

    The Ninth Wave versehen Düsternis mit einem musikalischen Zuckerguss. Die Glasgower Band reißt in ihrer neuen Single " Wave Goodbye to the People Who Said I'd Win" das Fundament aus New Wave und Shoegaze mit dem Pop-Hammer wieder ein.

Interview mit Tamino auf dem Maifeld Derby 2018

Interview mit Tamino auf dem Maifeld Derby 2018

Nach dem beindruckenden Konzert im Parcours D’Amour auf dem diesjährigen Maifeld Derby hatte unser Autor Mike Rilling noch Gelegenheit, dem belesenen Songwriter aus Belgien ein paar Fragen zu stellen:

zum Interview
 

DONNERSTAGS UM DREI | von Mike Rilling

  • Echo Home von The Kills

    Bereits seit dem Jahr 2000 aktiv und noch immer schwer unberechenbar - das sind Alison Mosshart und Jamie Hince, besser bekannt als The Kills. Blues, Punk und Independent sind die Farben aus denen die beiden ihre reduzierten und dennoch eindringlichen Klangbilder malen. Eine Gitarre mit viel Nonchalance und Punk Attitüde gespielt, dazu der Gesang von Alison Mosshart, den manch einer vielleicht noch von Dead weather kennt. Alles geschmackvoll arrangiert und minimalistisch produziert. Fertig. Großartig!

    Sonntag, 17.06.18, Palastzelt, 18:10 - 19:20

  • Carried From the Start von Black Rebel Motorcycle Club

    Das Trio aus San Francisco hat auch schon einiges hinter sich. Hype und Majordeal um die Jahrtausendwende, acht Studioalben, Live Album, die schwere Hirnerkrankung von Drummerin Leah Shapiro und unzählige Touren. Alles im Leben hinterlässt Spuren, wie man am inzwischen vollständig ergrauten Gitarristen Peter Hayes besichtigen kann. Und alles lebt in der Musik dieser Ausnahmeband fort. Ihr analoger, übersteuerter Sound ist hinreissend und bricht mit den Konventionen aktueller Alternative Bands. Gerne werden live auch mal die Instrumente zwischen Robert Been (Bass) und Peter Hayes (Gitarre) getauscht. Meist, wenn es Kettenraucher Hayes nach einer Kippe verlangt und er es am Bass dann etwas gemächlicher angehen lassen kann.Ihr Sound ist näher am Blues, als an den Charts. Zum Glück, möchte man hinzufügen. Live eine Offenbarung, wie auf dem Album „Live in Paris“ nachzuhören ist. Wer diese energetische Band, noch nie live gesehen hat, darf den Sonntag nicht verpassen. Wer sie schon gesehen hat, kommt sowieso.

    Sonntag, 17.06.18, Fackelbühne, 19:20 - 20:30

  • Lockdown Hurricane von Eels

    Diese Band als Kult zu bezeichnen ist vermutlich nicht sonderlich originell, aber zutreffend.
    Leider geil, könnte man auch sagen. Das trifft auch auf das aktuelle „The deconstruction“ Album (April 2018) zu, dem zwölften seit „Beautiful Freaks“ aus dem Jahr 1996. Irgendwo zwischen Post-Hippie-Folk und experimenteller Alternative-Rock Musik angesiedelt, hat sich Mark Oliver Everett alias „E“ mit stetig wechselnden Mitstreitern eine riesige, globale Fangemeinde erspielt. Für überraschende Arrangements und Aktionen bei ihren Liveauftritten sind Eels bekannt, aber auch E’s lakonische, oft nachdenkliche und ironische Ansagen sind absolutes Gold.

    Sonntag, 17.06.18, Palastzelt, 20:30 - 22:00

 

DONNERSTAGS UM DREI | von Jelka Ottens

  • Last Day Of Magic von The Kills

    Die Top 3 des Maifelds 2018 wählen? Unter Eels, The Kills, Nils Frahm, Deerhunter, Kid Simius, Rhye, The Wombats und nicht zu vergessen all die Neuentdeckungen, die ich erst noch kennenlernen werde, scheint das unmöglich.
    Wen ich sicher nicht verpassen werde, sind The Kills – das musikalische bad-ass Traumpaar. Ich vermute es wird laut, rau, dreckig, wütend und leidenschaftlich.
    Was gibt es besseres für einen besinnlichen Sonntagabend?
    (18.10 - 19.20 Uhr Palastzelt)

  • Mr. E's Beautiful Blues von Eels

    Vielleicht kurz danach dann auch noch Eels ebenfalls im Palastzelt zu sehen. Nach einem Dutzend Alben wird es auch langsam Zeit. Ihre Live-Shows sollen überraschend sein, weil viele Songs neuinterpretiert werden. Umso besser. Hier ein Oldie, but Goldie.
    (20.30 - 22.00 Uhr Palastzelt, Goddamn' Right, It's A Beautiful Day.)

  • Count To Five von Rhye

    Rhye ist Soulpop mit der zartesten Männerstimme, die wir je gehört haben und ganz viel Gefühl vor der Grenze zum Schnulzigen (zumindest meiner Meinung nach).
    Mit Erscheinen des zweiten Albums "Blood" Anfang des Jahres lief Rhye bei mir rauf und runter. Ob der intime Zauber wohl auch im Festivalzelt rüberkommt, werden wir auf dem Maifeld herausfinden, scheint es doch eigentlich perfekt für den Parcours D'Amours. Sollte es wie erhofft unter die Haut gehen, gibt es dort zumindest den nötigen Platz um seinen Gefühlen Ausdruck zu verleihen, ganz wie es die Frauen im Video zu "Count To Five" so schön machen.
    (Freitag, 21-22 Uhr, Palastzelt)

 

DONNERSTAGS UM DREI | von Tobias Leicher

  • Gayby von Sam Vance-Law

    Schon heute wohl ein Favorit für mein Lied des Jahres. Die Leichtigkeit des Titels beeindruckt mich immer wieder und ich freue mich schon sehr, zu sehen ob diese auch auf der Bühne widergespiegelt wird. Auch wenn der gute Sam oft einen sehr leichtgewichtigen Sound hat, verbindet er es oft mit einer nicht immer offensichtlichen Tiefe.

  • Tokyo (Vampires & Wolves) von The Wombats

    Endlich! Nach unendlich vielen durchtanzten Nächten zu "This is no Bridget Jones" oder "I found a cure for a broken heart" werde ich live das Tanzbein zu meinem Liebling dieser Band schwingen: Tokyo. Gerade dieses Lied bringt mich immer wieder zurück in meine Studienzeit in Mannheim (genau gesagt im Zimmer und im Soho), in der ich erst nach über einem Jahr lautem singen bemerkt habe, dass es NICHT heisst "If you love me let me go, back to my boring Tokyo", worüber ich mich wohl auch immer gewundert hatte...

  • Says von Nils Frahm

    Mit einem etwas anderen Titel, als den gewohnten Hymnen an dieser Stelle, will ich dieses DU3 schließen. Nils Frahm hat in seiner Musik große Spannungsbögen und vereint klassische Elemente mit modernen elektronischen Komponenten zu einem spannenden Klangteppich. Die Musik kann sowohl sitzend als auch tanzend genossen werden, also freut euch auf Nils Frahm im großen Zelt!

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